Der Computer dient zum Arbeiten; Tablet und Smartphone zum konsumieren und interagieren mit der ferneren Außenwelt. Das Smartphone kommt zum Einsatz, wenn man unterwegs ist; wenn die Außenwelt sich ändert. Beim Surfen mit dem Tablet ändert sich die Couch nicht. In der Bahn will man mitbekommen wann man raus muss. Im direkten, persönlichem Gespräch nur kurz Antworten, das Interesse gillt der Person gegenüber. Auf dem Konzert nur kurz ein Foto, sonst verpasst man es.

Ein kurzer Augenblick, eine kurze Nachricht oder schnell was nachgeschaut. Mehr nicht. Der Fokus gilt der Welt um einen herum. Das Tablet ist das Gerät mit dem großen Bildschirm.

Alles, was der Mensch seit seiner Entstehung in die Hände nahm ist Werkzeug um ein besseres Leben zu ermöglichen. Es steht außer Frage, dass der Umgang mit einem Werkzeug immer erst erlernt werden muss - Smartphones sind da keine Ausnahme. Doch Smartphones sind Werkzeuge und Werkzeuge müssen ebenso an den Menschen angepasst werden. Warum haben aktuelle Spitzenmodelle immer größere Bildschirme, wenn dadurch noch mehr Ablenkung von der Außenwelt einher geht? ...Wenn wieder Zeit benötigt wird sich in die Umwelt einzuarbeiten, mit der ja eigentlich interagiert wird? Zusammengefasst haben hier - zum jetzigen Zeitpunkt - Smartphones versagt.

Ein Klotz vor der Nase ist kein Werkzeug.

Realitätscheck: Im Asiatischen Raum werden Phablets immer beliebter - eine Geräteklasse zwischen Tablet und Phone. Auch hierzulande ist die Galaxy Note Reihe sehr erfolgreich - Allerdings weniger als Smartphone. Generell ist der geringste Einsatzzweck eines Smartphones dass des Telefonierens.

Was ich mir wünsche

Früher gab es eigene Modelle, die zeigten, was ein Unternehmen konnte. Heute sind es die Spitzenmodelle, die als Versuchskaninchen herhalten müssen. Für den Smartphone-Markt wünsche ich mir endlich gute, runde Produkte. Ein Werkzeug, dass perfektioniert wird. Ein Gehäuse, dass den Bildschirm in den Vordergrund stellt, wie beim iPhone, dem LG G2 und dem Razr I; eine Verarbeitung wie beim HTC One, dem iPhone; kluge, durchdachte Gesten wie beim LG G2, Moto X und dem Jolla-Smartphone und: Ein Betriebssystem, dass mir wirklich hilft, wie Siri, wie Google Now.

Ein Ausblick 

Smartphones, wie wir sie heute kennen, gibt es seit dem ersten iPhone 2007. Sieben Jahre später haben wir Technik in unserer Hand, die wir uns damals hätten nicht vorstellen können. Eine Evolution, die dank 20 Jahre Computererfahrung schneller vonstatten ging und doch anders ist. Prozessor, Bildschirm und Glas sind in der Evolution sehr weit. Eine Entwicklung von Akku, Sensoren, Verbindungstechnologien, Software und Gesten lassen missen. Smartwatches werden für die Entwicklung bezüglich Sensoren, Akku und (etwas) Integration sorgen. Das ist Evolution, Revolution wird die intelligente Verbindung mit weiteren Sensoren, Geräten und Informationen. Erst dann können wir von wirklich smarten Geräten sprechen. Künstliche Intelligenz ist dann noch einen großen Schritt entfernt - Ich nehme an, dass KIs erst mit Quantencomputern kommen werden.

Microsoft hat als einziger bisher mit Xbox One und Kinect, Windows Phone 8 und Windows 8 als Hersteller ein Ökosystem, dass wie Zahnräder ineinander greift. Tiles bietet dazu eine skalierte Oberfläche an. Daran versucht sich Canonical, bekommt es aber bisher nicht gebacken.

Bilder dank unsplash.com (Cover-Bild, Beitrags-Bild)
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