2. Teil oder Fasching in Karlsruhe

2. Teil oder Fasching in Karlsruhe

Erholt von meinen negativ Erfahrungen aus Köln - mit der E-M5, nicht mit der Stadt :) - ging es Mittags in Karlsruhe zum Faschingsumzug. Am Vormittag machte ich mich noch mal mit den Einstellungen vertraut und änderte einiges. Offensichtlich ist der über-sensitive Augensensor ein Akku-sauger. Zudem versuchte ich mich an den Fokus-Einstellungen.

Das war ein Fehler! Wieder wurde ich in der Wartezeit auf den Umzug frustriert. Die Kamera brauchte ewig zum Fokussieren und bei der Fokus-Verfolgung wurde plötzlich der Hintergrund scharfgestellt. Der Trick hier: Die Funktion "RIs Priority S/C" deaktivieren. Damit steigt angeblich die Anzahl an unscharfen Bildern, aber besser ein paar unscharfe Bilder, als viele verpasste Chancen.

Der EVF

Beim Thema Optical/Electronic-View-Finder scheiden sich die Geister. Die einen sagen sie wollen das Bild sehen, das da ist und somit möglich wäre. Die anderen sagen sie wollen das Bild sehen, welches im Endeffekt heraus kommt.
Ich habe bisher - Ausnahmen bestätigen die Regel - nur mit Display beziehungsweise EVF fotografiert. Im Groben handhabe ich es so, dass ich bei Landschafts oder ähnlichen Bildern den Display zur komposition nutze. Klar, die Kamera steht auf einem stativ in einer zumeist ungünstigen Lage um längere Zeit durch den EVF zu schauen. Für schnelle Bilder oder Bildern mit Personen schaue ich durch den EVF, so gilt meine Konzentration ganz dem Bild.

Im Vergleich zur G3 scheint der EVF etwas kleiner zu sein. Auch ragt der EVF der G3 weiter aus dem Bodie raus. Bei der E-M5 komme ich an den Display ran und habe so größere Schwierigkeiten mit meinen Fingern die Tasten zu erreichen. Blöd, wenn auf FN1 Fokus-Pieking ist, welches ich auf FN2 nicht legen kann. Überhaupt:

Die Funktionstasten

Sagen wir es mal so: Olympus, was hat dich da geritten?!? Die Belegung ist einfach nur "nuts". Ernsthaft. Ich habe drei Funktionstasten, deren mögliche zu belegende Funktionen jeweils andere sind. Daraus resultiert eine komplexizität, die unfassbar ist. Wenn ich schon das Angebot habe mir Funktionstasten nach meinem Belieben zu legen, warum dann nicht konsequent?

Weiter geht es mit dem Funktionsrad, bei dem ich zwei (zwei!) der vier Tasten wahlweise belegen kann. Was? Logik? Die anderen beiden Tasten sind somit vergeudet.
Ansonsten sind die zwei Wahlräder klasse und auch die zwei Funktionstasten (insgesamt fünf frei belegbar Tasten) eine gute Sache.
Bei der Haptik geht der Punkt an die G3. Der Druckpunkt der E-M5 ist schwammig und die Tasten sind kompliziert klein. Klar ist das der Kompaktheit des Bodies geschuldet, doch die einfachen Knöpfe der G3 sind stabil und so primitiv, dass es einfach klappen muss.

Es ließt sich, als würde ich nichts positives an der E-M5 finden - eine Kamera, die seit letzten Herbst ihren Nachfolger gefunden hat. Dem ist nicht so. Allerdings abschließende Worte möchte ich erst im nächsten Teil finden.

A Student from Karlsruhe, living in Osnabrück right now. 24 Years old and eager to take pictures and learn with each.